Weihnachtszeit ist „Schwarze-Nüsse“-Zeit

Kategorie: Geschichten

  • Weihnachtszeit ist „Schwarze-Nüsse“-Zeit

    Weihnachtszeit ist „Schwarze-Nüsse“-Zeit

    Weihnachtszeit ist „Schwarze-Nüsse“-Zeit

    Der Winter bringt Ruhe mit sich, lädt zum Innehalten ein, zum Zurückblicken und Vorausdenken. Die Tage werden kürzer, die Arbeit leiser – Zeit für Winterschlaf. Und doch gehört zur Weihnachtszeit mehr als Stille. Sie braucht auch kleine Kostbarkeiten. Schwarze Nüsse sind solche Kostbarkeiten.

    Wie Diamanten unter den Süßigkeiten liegen sie in ihrer dunklen Schale im glänzenden Sirup. Beim Kochen steigt ein Duft auf, der Vorfreude auf die Weihnachtszeit weckt. Doch ihre Entstehung beginnt im Sommer.

    Im Juni, wenn die Nüsse noch grün sind, werden sie vorsichtig geerntet. Jede einzelne wird eingestochen, ins Wasser gelegt und Tag für Tag begleitet. Wochen vergehen, das Grün verschwindet, Dunkelheit entsteht. Erst dann dürfen sie in den Sirup, wo sie weiter reifen – langsam, ohne Eile. Monate später, zur Weihnachtszeit, ist aus dieser Geduld ein Geschmack geworden: ein Geschenk, nicht alltäglich. Ein Aroma, das sich sanft im Mund entfaltet – für besondere Menschen oder als kleiner Genussmoment zwischendurch.

    Schwarze Nüsse erinnern daran, dass die besten Dinge Zeit brauchen.

    Gönnt sie euch! 

    Schwarze Nüsse – eine besondere Winterleckerei

    Zutaten (Grundlage):

    • Grüne Walnüsse (geerntet im Juni)

    • Wasser

    • Zucker

    • Gewürze nach Geschmack (z. B. Zimt, Nelken, Piment, Vanille, Zitrusschale)

    Zubereitung:

    1. Ernte

    Im Juni werden die Walnüsse geerntet, solange sie noch grün und weich sind. Ideal sind unbeschädigte, gleichmäßig gewachsene Früchte.

    2. Einstechen & Wässern

    Jede Nuss wird rundherum sorgfältig eingestochen und anschließend in Wasser gelegt. Tipp: Handschuhe tragen – der Saft der Walnüsse färbt stark.

    3. Wasserbad (ca. 4 Wochen)

    Die Nüsse bleiben etwa einen Monat im Wasser. Das Wasser wird täglich gewechselt. In dieser Zeit verlieren sie ihre grüne Farbe und werden zunehmend dunkler. Sobald sich das Wasser nicht mehr verfärbt, sind sie bereit für den nächsten Schritt.

    4. Kochen im Sirup

    Aus Wasser, Zucker und Gewürzen wird ein Sirup hergestellt. Darin werden die Nüsse gekocht, bis sie vollständig durchzogen sind.

    5. Reifezeit (ca. 3 Monate)

    Anschließend kommen die Nüsse mitsamt Sirup in Gläser und dürfen mehrere Monate ruhen. Geduld ist hier entscheidend – erst die Zeit macht sie zu dem, was sie sind.

    Genuss:

    Pünktlich zur Weihnachtszeit sind die schwarzen Nüsse fertig: Als feine Beilage zum Festessen, zu Käse oder Wild – oder einfach pur als besondere Süßigkeit.

  • »määääh«…»Hunger«.

    »määääh«…»Hunger«.

    »määääh«…»Hunger«.

    Zu Anfang unserer Zeit auf dem Allmendfeld begrüßten wir zwei Wochen lang 30 »Fachkräfte«, die uns halfen, die hochgewachsenen Wiesenflächen adäquat zu kürzen: Schafe! 

    Tabea, die Schäferin, kam mit einem Auto mit Anhänger vorgefahren. Wir dachten, wenn der Anhänger so klein sei, könnten es ja auch nicht so viele sein. Tabea klappte die hintere Tür herunter und 15 hungrige Wesen hüpften heraus – das wars oder? … nein, … der Schäferinnenwohnwagen hatte eine zweite Etage – zwar ohne Aufzug, aber mit zweiter Klappe. 15 weitere Schafe kamen geräuschvoll zum Vorschein.

    Wir hatten eine große Fläche mit Netzen abgesteckt und die Obstbäume mit Jutesäcken umwickelt (manche Schafs lieben den süßen Saft hinter der Rinde). Es dauerte jedoch keinen Tag und langsam aber sicher fingen sie nach und nach hungrig an zu blöcken und forderten vehement eine neue Weide ein.

    Mit den Schafen hatten wir viel Freude und überlegen nun, den Allmendfeld-Wiesen (und uns) mit Schafen helfen zu lassen. Auf eine Weise scheinen die Wollknäule zum Allmendfeld zu gehören!

    Vielleicht wissenswert: Hausschaf, oder schlicht Schaf (Ovis gmelini aries) ist die domestizierte Form des Mufflons.

    In der menschlichen Historie spielten sie wegen ihrer Milch, Fleisch, Wolle wie auch der Wärme eine wichtige Rolle.

    Heute wie damals sind sie entscheidend für den Erhalt unserer Kulturlandschaft sowie zur Steigerung und Verbreitung von Biodiversität.

    Wissenswertes bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Hausschaf

  • Die mythischen Kräfte der Gottesanbeterin

    Die mythischen Kräfte der Gottesanbeterin

    Die mythischen Kräfte der Gottesanbeterin

    Im ersten Sommer auf dem Allmendfeld haben wir Mahd sehr lange (zu lange) herausgezögert. Wir wollten sehen, was denn so wächst. Christa von »Menschenskinder« lieh uns im August den robusten Hochwiesenmäher des Kindergartens in Darmstadt Kranichstein (Danke!). Man muß hinter ihm herlaufen und das Heu wird seitlich abgelegt. Es ist eine halbwegs insektenschonende Art der Mahd, aber immer noch ein Risiko für sie. Nach drei Arbeitsstunden blieb das Gerät mit laufendem Motor einfach stehen. Was hatte ich falsch gemacht, … Sprit, Bedienungsfehler,…? Die oberflächliche Untersuchung ergab einen gerissenen Keilriemen.

    Ich fühlte mich beobachtet und irgendwie ertappt und schaute nach vorne in Gras. Tatsächlich wurde ich mit durch die zwei merkwürdig weit auseinanderstehenden Augen einer grünen Gottesanbeterin* argwöhnisch betrachtet. Ich hörte so etwas wie:
    »Bis hierhin und nicht weiter Untergebener!«

    Steckbrief: Europäische Gottesanbeterin

    Deutscher Name:
    Europäische Gottesanbeterin
    Wissenschaftlicher Name:
    Mantis religiosa (Linnaeus, 1758)
    Klasse:
    Insekten (Insecta)
    Ordnung:
    Fangschrecken (Mantodea)
    Familie:
    Mantidae
    Gattung:
    Mantis

    Kurzprofil:
    Wärmeliebende Lauerjägerin, hervorragend getarnt – von grün bis braun. In Deutschland hat sie sich in den letzten Jahrzehnten deutlich ausgebreitet, auch entlang von Bahnflächen und auf Brachen.

    Verbreitung (Deutschland):
    Ursprünglich v. a. in Südwestdeutschland, mittlerweile starke Ausbreitung und Neuansiedlungen in mehreren Bundesländern.

    Schutz:
    In Deutschland besonders geschützt (Bundesartenschutzverordnung, Anlage 1).
    Hinweis: In der bundesweiten Roten Liste wird die Art aktuell als ungefährdet geführt, mit deutlicher Zunahme.

    Bitte nicht mitnehmen:
    Nicht fangen/„retten“, außer akute Gefahr (z. B. Straße) – dann in unmittelbare sichere Nähe umsetzen.

  • Allmendina Tierchen

    Allmendina Tierchen

    Auf unserem Grundstück entdecken wir immer wieder neue kleine Mitbewohner. Die Vielfalt an Tierchen überrascht uns laufend – vom Bekanntesten bis zum Winzling, den man erst auf den zweiten Blick sieht. Dieses Album ist eine Sammlung dieser Begegnungen: ein paar Momentaufnahmen der Lebewesen, mit denen wir die Allmendina teilen.