Die Natur weiß nichts von deinem „Ebbelwoi“.

Kategorie: Geschichten

  • Die Natur weiß nichts von deinem „Ebbelwoi“.

    Die Natur weiß nichts von deinem „Ebbelwoi“.

    Es gibt diesen Satz, den man im Garten so oft hört, und er klingt nach Weisheit, nach Demut, nach dem Guten: „Die Natur weiß schon, was sie braucht.“ Lass den Baum in Ruhe, lass alles wachsen, der weiß das besser als du mit deiner Schere.

    Und dann stehe ich im Juni vor einem Apfelbaum, bei einem von diesen Sommerschnittkursen, wo einer wie Horst dir die Schere in die Hand drückt, und der Satz fängt an zu wackeln. Weil dieser Baum eben nicht „die Natur“ ist. Er ist etwas anderes, und das macht den ganzen Unterschied.

    Was ist ein Apfelbaum – wenn nicht „natur“?

    Ein Kulturapfel ist kein Stück Wildnis. Er ist ein Kunstwerk aus zweihundert Jahren Menschenhand. Veredelt, gepfropft, ausgelesen auf große, süße, saftige Früchte, die es so in der freien Natur nie gäbe. Horst pfropft im Frühjahr alte, gerettete Sorten auf kleine Bäumchen, das ist keine Natur, das ist ein Gespräch zwischen Mensch und Baum, das seit Generationen läuft. Diesen Baum „der Natur zu überlassen“ heißt nicht, ihn in einen unberührten Urzustand zurückzugeben. Es heißt, ein Gespräch mitten im Satz abzubrechen.

    Und was macht so ein Baum, wenn man ihn wirklich sich selbst überlässt, gerade nach einem kräftigen Winterschnitt? Er explodiert. Er schießt lauter lange, steile Triebe in die Höhe, die Krone wird dicht, nach dem Regen trocknet sie nicht mehr ab, und in dieser feuchten Enge machen es sich Pilze gemütlich, Schorf und Mehltau. Die Früchte hängen im Schatten und bleiben klein und sauer. Genau da setzt der Juniknip an, dieser Sommerschnitt: Licht rein, Luft rein, die Kraft nicht in die Triebe, sondern in die Äpfel. Der Baum wird gesünder und die Frucht wird besser. Nicht weil wir die Natur überlisten, sondern weil wir unseren Teil eines alten Deals erfüllen.

    „Aber der Baum dünnt sich doch selber aus“, sagt jetzt die Naturweisheit, und sie hat sogar recht. Es gibt den Junifruchtfall: Im Juni wirft der Baum von allein einen Haufen kleiner Früchte ab, weil er nicht alle versorgen kann. Nur, und das ist der Punkt, den der schöne Satz verschweigt: Der Baum wirft ab, was er an Samen nicht schafft.

    Er behält lieber zu viele mittelmäßige Äpfel, als das Risiko einzugehen, zu wenige Samen zu produzieren. Die Fachleute sagen es trocken: Aus Gärtnersicht ist diese Selbstausdünnung meist zu schwach. Der Baum meint es gut, aber er meint etwas anderes als du.

    Also, die Natur weiß schon, was sie braucht, oder halt: Sie weiß ganz genau, wie dieser Baum überlebt und Kerne macht. Von deinem süßen, aromatischen Herbstapfel hat sie noch nie gehört. Der war nie ihr Plan. Der war deiner.

    Wenn ich mich aus der Verantwortung stehlen wollte

    Spielen wir’s durch. Sagen wir, ich will einfach nichts tun und dabei trotzdem wie ein guter, demütiger Mensch aussehen.

    Dann ist „die Natur weiß schon, was sie braucht“ der perfekte Satz. Er klingt nach Ehrfurcht, ist aber in Wahrheit oft nur ein elegant verpacktes Achselzucken. Ich sage ihn über den verwahrlosten Baum und nenne die Vernachlässigung „wild“ und „naturnah“. Ich sage ihn über das zugewucherte Beet und fühle mich dabei ökologischer als der Nachbar, der sich kümmert. Ich verwechsle „Hände in den Schoß“ mit „Weisheit“, weil das eine anstrengend ist und das andere bequem. Und das Schönste: Niemand kann mir widersprechen, ohne wie ein herzloser Naturbeherrscher zu klingen. Ich habe mich hinter der Natur versteckt.

    Der Witz dabei: Ich muss mich selbst korrigieren

    Und hier wird es unbequem, weil ich mir jetzt selbst auf die Finger schauen muss. Denn ich war es doch, der beim Dünger sagte: Lass den Boden in Ruhe, die Regenwürmer machen das besser als du. Wie passt das zusammen mit „nimm die Schere und schneide“?

    Es passt zusammen, sobald man aufhört, in „immer eingreifen“ oder „nie eingreifen“ zu denken. Das ist die falsche Frage. Die richtige ist: Was habe ich hier eigentlich vor mir? Ein lebendiger Boden ist ein Kreislauf, der seit Ewigkeiten ohne mich funktioniert. Da sind Hände weg meistens klug.

    „Die Natur weiß schon“ ist für die Wildnis wahr und für den Kulturgarten falsch, und die ganze Kunst besteht darin, die beiden auseinanderzuhalten.

    Der Junifruchtfall zeigt es genau: Die Natur kommt dir auf halbem Weg entgegen, sie dünnt aus, aber nach ihren Zielen, nicht nach deinen. Die andere Hälfte des Weges ist dein Job. Die Schere im Juni ist nicht der Sieg des Menschen über die Natur. Sie ist bloß das Erscheinen zu einem Termin, den man selber vereinbart hat.

    Zwei Dinge, die man fairerweise erwähnen sollte.

    Erstens: Der Impuls hinter dem Satz ist gut, und ich teile ihn. Er richtet sich gegen den Kontrollzwang, gegen den Gärtner, der jeden Halm begradigt, alles totspritzt, jedes Blatt wegräumt, für den ein Garten eine Baustelle ist, die man beherrscht. Gegen den hat „lass mal die Natur machen“ fast immer recht. Und die Natur weiß tatsächlich unfassbar viel, das wir arrogant übersehen. Demut ist die richtige Grundhaltung. Sie ist nur keine Ausrede.

    Zweitens, und das ist keine Kleinigkeit: In den allermeisten Ecken der Welt stimmt der Satz. Die Wiese, der alte Wald, die Hecke, die man für die Vögel stehen lässt, der Boden unter deinen Füßen, die brauchen dich wirklich nicht und sind ohne dich besser dran. Der Fehler ist nie der Satz an sich. Der Fehler ist, ihn auf einen gezüchteten Obstbaum anzuwenden und die eigene Bequemlichkeit dann Weisheit zu nennen.

    Kurz gesagt

    Ich denke, „Die Natur weiß schon, was sie braucht“ ist einer dieser Sätze, die halb wahr sind und deshalb doppelt gefährlich. Ja, die Natur weiß, was die Natur braucht. Dein Apfelbaum ist aber nur zur Hälfte Natur. Die andere Hälfte ist ein Versprechen, das ein Mensch ihm gegeben hat, und Versprechen muss man halten.

    Zusammengefasst: Der Junifruchtfall ist die Natur, die dir auf halbem Weg entgegenkommt. Die Schere im Juni bist du, der seine Hälfte einlöst. Weder der Kontrollfreak hat recht noch der Naturschwärmer, sondern der Gärtner, der vor dem echten, konkreten Baum steht und fragt: Was braucht ausgerechnet dieser hier, in diesem Jahr? Das ist nicht, die Natur entscheiden zu lassen. Das ist, ihr zu antworten.

  • Hossa, Hosta! Die Funkie – äh, Herzblattlilie – stellt sich vor …

    Hossa, Hosta! Die Funkie – äh, Herzblattlilie – stellt sich vor …

    Neues aus der Wunderwelt der essbaren Pflanzen:
    Die »Funkie«, oder »Hosta«, oder »Herzblattlilie«
… auf alle Fälle ein Star des Schattengartens. Und eine echte Überraschung!

    Auf dem Allmendfeld haben wir unseren »FunkienGarten« auf allerlei Abbruchsteinen als Sitzmöglichkeit angelegt und mit Terra Preta aufgefüllt.

    In Asien hatte die »Herzblattlilie« eine lange Tradition auf dem Speiseplan. Bevor sie als anspruchslose, besonders winterharte und dekorative Schattenpflanze in die Gärten kam, sammelte man das vielseitige Wildgemüse in den höher liegenden Wäldern. Als essbare Pflanze ist sie fast in Vergessenheit geraten. Unsere Schnecken lieben sie – weitere Fressfeinde kennt sie bisher nicht.

    Verwendung in der Küche

    Blätter:
 Im Frühling lassen sich die noch eingerollten Blätter als eine Art Ersatz-Spargel essen, junge Blätter kommen frisch in den Salat oder werden als Gemüsebeilage gedünstet.

    Blüten und Blütenknospen: 
In der traditionellen japanischen Küche werden die Blütenknospen geschätzt. Die Blüten bieten aber auch ein besonders Geschmackserlebnis: knackig, frisch, leicht süßlich und einfach sehr angenehm. Sie dürfen kandiert, frittiert, oder in Essig oder Öl eingelegt werden. Oder einfach mal frisch von der Staude schnabulieren.

    Verpackungsmaterial:
 Die oft großen Blätter erlauben zudem das Einwickeln von Speisen – ähnlich den Bananenblättern in Lateinamerika. Funkien lieben es übrigens, im Frühjahr geteilt zu werden. Man sollte sie trotzdem erst nach 2 bis 3 Jahre blattweise »ernten«.

    … Bon appetit!

    Kurze Pflanzenkunde
    Pflanzengattung aus der Unterfamilie der Agavengewächse (Agavoideae) innerhalb der Familie der Spargelartigen (Asparagaceae). Bekannt sind etwa 45 Funkien/Hosta-Arten mit über 4000 Sorten. Ihre Größe reicht von 20 bis über 150 cm Höhe.

    Die Riesen-Funkie »Empress Wu« wurde aus der Sorte »Big John« gezüchtet und hat eine Höhe von bis zu 150 cm und der Wuchsbreite von 200 cm. Ihre Blätter können eine Länge von bis zu 60 cm erreichen.

    Funkensprühendes Wortgeschöpf
Interessant ist auch die gleichzeitige Verwendung der botanischen Namen »Hosta« und »Funkie«: Die Gattung bekam um 1800 fast gleichzeitig ihre Namen vom deutschen Botaniker Heinrich Christian »Funck«, wie auch dem österreichischen Botaniker Nicolaus Thomas »Host«.

    Dieser Beitrag ist auch auf www.essbaresdarmstadt.de veröffentlicht.

  • Warten auf die Hosenbiene

    Warten auf die Hosenbiene

    … auf all deinen Wegen – die Wegwarte
    Eine »gewöhnliche« Pflanze auf dem Allmendfeld wird von uns seit Jahren besonders geschützt. Ihre jungen Blätter sehen aus wie die von Löwenzahn und der Rasenmäher hätte leichtes Spiel: die Wegwarte. Sie hat sich über die letzten Jahre vor dem Hühnerstall wunderbar vermehrt und in diesen Juni stehen sie in voller Pracht und Schönheit. Die Öffnungszeit der Blüten reicht von früh am Morgen bis kurz nach Mittag. So manche Biene, Hummel, Wespe, Schwebfliege und auch der Wollschweber kehren ein, um in diesem schicken »Körbchen-Cafe« aus leuchtend-hellblauen Zungenblüten, leckeren Nektar zu schlürfen.

    Sie wartet am Wegesrand auf die Hosenbiene
    »Gewöhnliche Wegwarte« (Cichorium intybus) heißt der zum Teil »hochetagige Laden«, dessen »Filialen« an so vielen Wegen liegen. So gewöhnlich der Name klingt, manche Stammgäste sind es ganz und gar nicht: 
An ihrem sandigen Standort können immer wieder Hosenbienen (Dasypoda hirtipes) beobachtet werden. Diese spezialisierten Gäste interessieren sich neben Nektar besonders für den Pollen der Pflanze, den sie mit ihren Hosen (= Haarbürsten) sehr erfolgreich einsammeln. Sammeln? Wofür denn? Ein Grubengang von ca. 60 cm tief im Sandboden führt zu den einzelnen Brutzellen, wo der Pollen jeweils neben einem Ei pro Brutzelle aufgetürmt wird. Es entsteht ein Vorrat für die später im Jahr schlüpfenden Bienenlarven. Diese Bienenart lebt solitär, also allein und nicht im Staat wie die sozialen Honigbienen zum Beispiel. Als »alleinerziehende Mutter« – die Väter begnügen überwiegend sich mit der Fortpflanzung – hat die »Hosenbienenmama« nicht viel Zeit, denn die »Cafes« ihrer Wahl sind wie gesagt nicht lange geöffnet. Da sind ihre Haarbürsten, die ca. 40 mg Pollen pro Flug tragen, eine große Hilfe. 

    Für uns Menschen ist die Wegwarte nicht nur pflegeleicht, sie ist ein Tiefwurzel und muss somit kaum gegossen werden. Sie ist nicht nur ein Augenschmaus, sondern auch eine bedeutende Heil- und Kulturpflanze. Sie ist die wilde Mutter von Endivien-, Chicorée- und Radiccio-Salat und der Wurzelzichorie. Aus deren gerösteten Wurzeln ensteht der bei vielen Omas und Opas so beliebte Muckefuck.

    Cichorium intybus war die Heilpflanze 2020 deren Bitterstoffe als verdauungsfördernd und entgiftend gelten.

    Es war heute morgen eine große Freude, die Hosenbienen beim Frühstück anschauen zu können!

    (Einen Teil diese Textes hatten Adrian Jost und Dieter schon 2020 auf www.essbaresdarmstadt.de veröffentlicht)

  • Weihnachtszeit ist „Schwarze-Nüsse“-Zeit

    Weihnachtszeit ist „Schwarze-Nüsse“-Zeit

    Weihnachtszeit ist „Schwarze-Nüsse“-Zeit

    Der Winter bringt Ruhe mit sich, lädt zum Innehalten ein, zum Zurückblicken und Vorausdenken. Die Tage werden kürzer, die Arbeit leiser – Zeit für Winterschlaf. Und doch gehört zur Weihnachtszeit mehr als Stille. Sie braucht auch kleine Kostbarkeiten. Schwarze Nüsse sind solche Kostbarkeiten.

    Wie Diamanten unter den Süßigkeiten liegen sie in ihrer dunklen Schale im glänzenden Sirup. Beim Kochen steigt ein Duft auf, der Vorfreude auf die Weihnachtszeit weckt. Doch ihre Entstehung beginnt im Sommer.

    Im Juni, wenn die Nüsse noch grün sind, werden sie vorsichtig geerntet. Jede einzelne wird eingestochen, ins Wasser gelegt und Tag für Tag begleitet. Wochen vergehen, das Grün verschwindet, Dunkelheit entsteht. Erst dann dürfen sie in den Sirup, wo sie weiter reifen – langsam, ohne Eile. Monate später, zur Weihnachtszeit, ist aus dieser Geduld ein Geschmack geworden: ein Geschenk, nicht alltäglich. Ein Aroma, das sich sanft im Mund entfaltet – für besondere Menschen oder als kleiner Genussmoment zwischendurch.

    Schwarze Nüsse erinnern daran, dass die besten Dinge Zeit brauchen.

    Gönnt sie euch! 

    Schwarze Nüsse – eine besondere Winterleckerei

    Zutaten (Grundlage):

    • Grüne Walnüsse (geerntet im Juni)

    • Wasser

    • Zucker

    • Gewürze nach Geschmack (z. B. Zimt, Nelken, Piment, Vanille, Zitrusschale)

    Zubereitung:

    1. Ernte

    Im Juni werden die Walnüsse geerntet, solange sie noch grün und weich sind. Ideal sind unbeschädigte, gleichmäßig gewachsene Früchte.

    2. Einstechen & Wässern

    Jede Nuss wird rundherum sorgfältig eingestochen und anschließend in Wasser gelegt. Tipp: Handschuhe tragen – der Saft der Walnüsse färbt stark.

    3. Wasserbad (ca. 4 Wochen)

    Die Nüsse bleiben etwa einen Monat im Wasser. Das Wasser wird täglich gewechselt. In dieser Zeit verlieren sie ihre grüne Farbe und werden zunehmend dunkler. Sobald sich das Wasser nicht mehr verfärbt, sind sie bereit für den nächsten Schritt.

    4. Kochen im Sirup

    Aus Wasser, Zucker und Gewürzen wird ein Sirup hergestellt. Darin werden die Nüsse gekocht, bis sie vollständig durchzogen sind.

    5. Reifezeit (ca. 3 Monate)

    Anschließend kommen die Nüsse mitsamt Sirup in Gläser und dürfen mehrere Monate ruhen. Geduld ist hier entscheidend – erst die Zeit macht sie zu dem, was sie sind.

    Genuss:

    Pünktlich zur Weihnachtszeit sind die schwarzen Nüsse fertig: Als feine Beilage zum Festessen, zu Käse oder Wild – oder einfach pur als besondere Süßigkeit.

  • »määääh«…»Hunger«.

    »määääh«…»Hunger«.

    »määääh«…»Hunger«.

    Zu Anfang unserer Zeit auf dem Allmendfeld begrüßten wir zwei Wochen lang 30 »Fachkräfte«, die uns halfen, die hochgewachsenen Wiesenflächen adäquat zu kürzen: Schafe! 

    Tabea, die Schäferin, kam mit einem Auto mit Anhänger vorgefahren. Wir dachten, wenn der Anhänger so klein sei, könnten es ja auch nicht so viele sein. Tabea klappte die hintere Tür herunter und 15 hungrige Wesen hüpften heraus – das wars oder? … nein, … der Schäferinnenwohnwagen hatte eine zweite Etage – zwar ohne Aufzug, aber mit zweiter Klappe. 15 weitere Schafe kamen geräuschvoll zum Vorschein.

    Wir hatten eine große Fläche mit Netzen abgesteckt und die Obstbäume mit Jutesäcken umwickelt (manche Schafs lieben den süßen Saft hinter der Rinde). Es dauerte jedoch keinen Tag und langsam aber sicher fingen sie nach und nach hungrig an zu blöcken und forderten vehement eine neue Weide ein.

    Mit den Schafen hatten wir viel Freude und überlegen nun, den Allmendfeld-Wiesen (und uns) mit Schafen helfen zu lassen. Auf eine Weise scheinen die Wollknäule zum Allmendfeld zu gehören!

    Vielleicht wissenswert: Hausschaf, oder schlicht Schaf (Ovis gmelini aries) ist die domestizierte Form des Mufflons.

    In der menschlichen Historie spielten sie wegen ihrer Milch, Fleisch, Wolle wie auch der Wärme eine wichtige Rolle.

    Heute wie damals sind sie entscheidend für den Erhalt unserer Kulturlandschaft sowie zur Steigerung und Verbreitung von Biodiversität.

    Wissenswertes bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Hausschaf

  • Die mythischen Kräfte der Gottesanbeterin

    Die mythischen Kräfte der Gottesanbeterin

    Die mythischen Kräfte der Gottesanbeterin

    Im ersten Sommer auf dem Allmendfeld haben wir Mahd sehr lange (zu lange) herausgezögert. Wir wollten sehen, was denn so wächst. Christa von »Menschenskinder« lieh uns im August den robusten Hochwiesenmäher des Kindergartens in Darmstadt Kranichstein (Danke!). Man muß hinter ihm herlaufen und das Heu wird seitlich abgelegt. Es ist eine halbwegs insektenschonende Art der Mahd, aber immer noch ein Risiko für sie. Nach drei Arbeitsstunden blieb das Gerät mit laufendem Motor einfach stehen. Was hatte ich falsch gemacht, … Sprit, Bedienungsfehler,…? Die oberflächliche Untersuchung ergab einen gerissenen Keilriemen.

    Ich fühlte mich beobachtet und irgendwie ertappt und schaute nach vorne in Gras. Tatsächlich wurde ich mit durch die zwei merkwürdig weit auseinanderstehenden Augen einer grünen Gottesanbeterin* argwöhnisch betrachtet. Ich hörte so etwas wie:
    »Bis hierhin und nicht weiter Untergebener!«

    Steckbrief: Europäische Gottesanbeterin

    Deutscher Name:
    Europäische Gottesanbeterin
    Wissenschaftlicher Name:
    Mantis religiosa (Linnaeus, 1758)
    Klasse:
    Insekten (Insecta)
    Ordnung:
    Fangschrecken (Mantodea)
    Familie:
    Mantidae
    Gattung:
    Mantis

    Kurzprofil:
    Wärmeliebende Lauerjägerin, hervorragend getarnt – von grün bis braun. In Deutschland hat sie sich in den letzten Jahrzehnten deutlich ausgebreitet, auch entlang von Bahnflächen und auf Brachen.

    Verbreitung (Deutschland):
    Ursprünglich v. a. in Südwestdeutschland, mittlerweile starke Ausbreitung und Neuansiedlungen in mehreren Bundesländern.

    Schutz:
    In Deutschland besonders geschützt (Bundesartenschutzverordnung, Anlage 1).
    Hinweis: In der bundesweiten Roten Liste wird die Art aktuell als ungefährdet geführt, mit deutlicher Zunahme.

    Bitte nicht mitnehmen:
    Nicht fangen/„retten“, außer akute Gefahr (z. B. Straße) – dann in unmittelbare sichere Nähe umsetzen.

  • Allmendina Tierchen

    Allmendina Tierchen

    Auf unserem Grundstück entdecken wir immer wieder neue kleine Mitbewohner. Die Vielfalt an Tierchen überrascht uns laufend – vom Bekanntesten bis zum Winzling, den man erst auf den zweiten Blick sieht. Dieses Album ist eine Sammlung dieser Begegnungen: ein paar Momentaufnahmen der Lebewesen, mit denen wir die Allmendina teilen.