FRAGMENT #79: Vom Pergamonmuseum ins Allmendfeld

Autor: dieter

  • FRAGMENT #79: Vom Pergamonmuseum ins Allmendfeld

    FRAGMENT #79: Vom Pergamonmuseum ins Allmendfeld

    Ein kleines Stück Teppich ist auf eine große Reise gegangen, im Allmendfeld gelandet und hat dort zu neuen Kunstwerken inspiriert.

    Für das internationale Projekt „CulturalxCollabs – Weaving the Future“ schickt das Museum für Islamische Kunst im Berliner Pergamonmuseum gemeinsam mit DHL 100 Fragmente einer Nachbildung des historischen Drachenteppichs auf Reisen. Künstler und Gemeinschaften auf der ganzen Welt entwickeln daraus neue Werke und Geschichten über kulturellen Austausch, Erinnerung und Verbundenheit.

    Fragment #79 fand seinen Weg zu Allmendina über unser Vereinsmitglied Waref Abu Quba. Das Museum war durch seine Videokunstserie For the Love of Carpets auf ihn aufmerksam geworden. Inspiriert durch das Fragment schuf Waref drei Videoarbeiten über Erinnerung, Wiederholung und Heilung.

    Anschließend gab er das Fragment an seine Freundin und Künstlerkollegin Anouschka Sarafzade weiter, die ebenfalls Teil von Allmendina ist. Anouschka brachte das Teppichmuster dorthin, wo Kunst, Natur und Gemeinschaft bei uns zusammenkommen: auf die Wiese im Allmendfeld.

    Bei der Übertragung des Musters auf die Fläche wurde sie von Dieter Krellmann unterstützt. Auch weitere Vereinsmitglieder wirkten an den Dreharbeiten mit, sowohl hinter als auch vor der Kamera.

    Die Kontur von Fragment #79 wurde auf die hochgewachsene Fläche übertragen. Gräser und Blumen wurden zu Fäden. Erst aus der Vogelperspektive fügte sich das Muster zu einem Ganzen.

    Die entstandene Fläche soll im Allmendfeld bestehen bleiben, als besonderer Ort und als Ausgangspunkt für Inspiration und neue gemeinsame Kunstwerke und Geschichten.

  • Juniknip – Sommerschnitt 2026

    Juniknip – Sommerschnitt 2026

    Horst und der Allmendina e.V. laden ein zum »Juniknip« SommerschnittkursSamstag, 18.07.2026.

    Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt zum Baumschnitt steht immer im Raum. Wann schneidet man die Apfelbäume? Wir schauen uns in diesem Juniknip-Schnittkurs die Bäume genau an, entscheiden, welche Äste man entfernen sollte, welche ausgewählt werden, einen neuen, tragenden Ast zu bilden. Gleichzeitig begutachten wir die Entwicklung der Früchte. Wo sind zuviele am Ast, welche haben schon beeinträchtigende Macken oder gar einen Befall. Und wir legen die Schere an, um das erlernte direkt und praktisch umzusetzen.

    Der kräftige Winter/Frühjahrsschnitt regt allendhalben das Wachstum an. Genau dies sehen wir an den Apfelbäumen; sie haben eine Menge an »Schossen« entwickelt.
    Eine Möglichkeit ist der »Juniknip«! Dieser Sommerschnitt ist eine Wachstumsbremse mit fruchtenden Vorteilen:

    1. Der Apfelbaum wird nach einem Juniknip weniger Krankheitsanfällig. Die bessere Durchlüftung und Abtrocknung der Krone nach einem Regen beugt Pilzbefall wie Schorf oder Mehltau vor.

    2. Eine sommerliche Wachstumsbremse beruhigt den Apfelbaum sorgt dafür, daß die Kraft nicht in die Ausbildung der Triebe fließt, sondern in die Früchte.

    3. Durch ein Auslichten gelangt zudem mehr Sonne an die heranwachsenden Äpfel. Dies spiegelt sich im folgenden Herbst in der Fruchtqualität wieder. Süße, kräftige und aromatische Äpfel sind der Dank.

    Im Frühling 2026 hat Horst ein paar der kleinen (vom Thünen-Institut) geretteten Bäumchen mit alten Sorten gepfropft. Die vorläufigen Ergebnisse werden wir uns dann auch ansehen.

    »Juniknip 2026« – der Sommerschnitt

    Die Teilnehmergebühr beträgt 35 EUR. Dafür gibt es weise Worte, viel Spaß, leckeres Essen und ihr unterstützt das Projekt und den Ort Allmendina.

    Anmeldung:

    Wenn ihr teilnehmen möchtet, meldet euch bitte vorab bei Anouschka an per Telefon 0173 – 6 77 14 33 oder per Mail unter info@allmendina.de

    Wir freuen uns auf viele interessierte Köpfe und lernende Hände beim Bäume schneiden!

    » Die Natur, weiß was sie braucht «

  • Hossa, Hosta! Die Funkie – äh, Herzblattlilie – stellt sich vor …

    Hossa, Hosta! Die Funkie – äh, Herzblattlilie – stellt sich vor …

    Neues aus der Wunderwelt der essbaren Pflanzen:
    Die »Funkie«, oder »Hosta«, oder »Herzblattlilie«
… auf alle Fälle ein Star des Schattengartens. Und eine echte Überraschung!

    Auf dem Allmendfeld haben wir unseren »FunkienGarten« auf allerlei Abbruchsteinen als Sitzmöglichkeit angelegt und mit Terra Preta aufgefüllt.

    In Asien hatte die »Herzblattlilie« eine lange Tradition auf dem Speiseplan. Bevor sie als anspruchslose, besonders winterharte und dekorative Schattenpflanze in die Gärten kam, sammelte man das vielseitige Wildgemüse in den höher liegenden Wäldern. Als essbare Pflanze ist sie fast in Vergessenheit geraten. Unsere Schnecken lieben sie – weitere Fressfeinde kennt sie bisher nicht.

    Verwendung in der Küche

    Blätter:
 Im Frühling lassen sich die noch eingerollten Blätter als eine Art Ersatz-Spargel essen, junge Blätter kommen frisch in den Salat oder werden als Gemüsebeilage gedünstet.

    Blüten und Blütenknospen: 
In der traditionellen japanischen Küche werden die Blütenknospen geschätzt. Die Blüten bieten aber auch ein besonders Geschmackserlebnis: knackig, frisch, leicht süßlich und einfach sehr angenehm. Sie dürfen kandiert, frittiert, oder in Essig oder Öl eingelegt werden. Oder einfach mal frisch von der Staude schnabulieren.

    Verpackungsmaterial:
 Die oft großen Blätter erlauben zudem das Einwickeln von Speisen – ähnlich den Bananenblättern in Lateinamerika. Funkien lieben es übrigens, im Frühjahr geteilt zu werden. Man sollte sie trotzdem erst nach 2 bis 3 Jahre blattweise »ernten«.

    … Bon appetit!

    Kurze Pflanzenkunde
    Pflanzengattung aus der Unterfamilie der Agavengewächse (Agavoideae) innerhalb der Familie der Spargelartigen (Asparagaceae). Bekannt sind etwa 45 Funkien/Hosta-Arten mit über 4000 Sorten. Ihre Größe reicht von 20 bis über 150 cm Höhe.

    Die Riesen-Funkie »Empress Wu« wurde aus der Sorte »Big John« gezüchtet und hat eine Höhe von bis zu 150 cm und der Wuchsbreite von 200 cm. Ihre Blätter können eine Länge von bis zu 60 cm erreichen.

    Funkensprühendes Wortgeschöpf
Interessant ist auch die gleichzeitige Verwendung der botanischen Namen »Hosta« und »Funkie«: Die Gattung bekam um 1800 fast gleichzeitig ihre Namen vom deutschen Botaniker Heinrich Christian »Funck«, wie auch dem österreichischen Botaniker Nicolaus Thomas »Host«.

    Dieser Beitrag ist auch auf www.essbaresdarmstadt.de veröffentlicht.

  • Warten auf die Hosenbiene

    Warten auf die Hosenbiene

    … auf all deinen Wegen – die Wegwarte
    Eine »gewöhnliche« Pflanze auf dem Allmendfeld wird von uns seit Jahren besonders geschützt. Ihre jungen Blätter sehen aus wie die von Löwenzahn und der Rasenmäher hätte leichtes Spiel: die Wegwarte. Sie hat sich über die letzten Jahre vor dem Hühnerstall wunderbar vermehrt und in diesen Juni stehen sie in voller Pracht und Schönheit. Die Öffnungszeit der Blüten reicht von früh am Morgen bis kurz nach Mittag. So manche Biene, Hummel, Wespe, Schwebfliege und auch der Wollschweber kehren ein, um in diesem schicken »Körbchen-Cafe« aus leuchtend-hellblauen Zungenblüten, leckeren Nektar zu schlürfen.

    Sie wartet am Wegesrand auf die Hosenbiene
    »Gewöhnliche Wegwarte« (Cichorium intybus) heißt der zum Teil »hochetagige Laden«, dessen »Filialen« an so vielen Wegen liegen. So gewöhnlich der Name klingt, manche Stammgäste sind es ganz und gar nicht: 
An ihrem sandigen Standort können immer wieder Hosenbienen (Dasypoda hirtipes) beobachtet werden. Diese spezialisierten Gäste interessieren sich neben Nektar besonders für den Pollen der Pflanze, den sie mit ihren Hosen (= Haarbürsten) sehr erfolgreich einsammeln. Sammeln? Wofür denn? Ein Grubengang von ca. 60 cm tief im Sandboden führt zu den einzelnen Brutzellen, wo der Pollen jeweils neben einem Ei pro Brutzelle aufgetürmt wird. Es entsteht ein Vorrat für die später im Jahr schlüpfenden Bienenlarven. Diese Bienenart lebt solitär, also allein und nicht im Staat wie die sozialen Honigbienen zum Beispiel. Als »alleinerziehende Mutter« – die Väter begnügen überwiegend sich mit der Fortpflanzung – hat die »Hosenbienenmama« nicht viel Zeit, denn die »Cafes« ihrer Wahl sind wie gesagt nicht lange geöffnet. Da sind ihre Haarbürsten, die ca. 40 mg Pollen pro Flug tragen, eine große Hilfe. 

    Für uns Menschen ist die Wegwarte nicht nur pflegeleicht, sie ist ein Tiefwurzel und muss somit kaum gegossen werden. Sie ist nicht nur ein Augenschmaus, sondern auch eine bedeutende Heil- und Kulturpflanze. Sie ist die wilde Mutter von Endivien-, Chicorée- und Radiccio-Salat und der Wurzelzichorie. Aus deren gerösteten Wurzeln ensteht der bei vielen Omas und Opas so beliebte Muckefuck.

    Cichorium intybus war die Heilpflanze 2020 deren Bitterstoffe als verdauungsfördernd und entgiftend gelten.

    Es war heute morgen eine große Freude, die Hosenbienen beim Frühstück anschauen zu können!

    (Einen Teil diese Textes hatten Adrian Jost und Dieter schon 2020 auf www.essbaresdarmstadt.de veröffentlicht)

  • Creatives Schreiben Workshop

    Creatives Schreiben Workshop

    Creatives Schreiben – ein Workshop mit Nina Lischke

    „Ich kann nicht schreiben“ ist ein oft und schnell gesagter Satz – aber hast du dich schonmal richtig darauf eingelassen? Mit spielerischer Freude und Neugier? Genau darum geht es bei Ninas Kursen. Egal ob es das erste Herantasten ist oder du einfach mal wieder nach neuer Inspiration für deine Geschichten suchst, beim kreativen Schreiben führt Nina dich an die Orte deiner Fantasie und hilft dir, dich abseits jeglicher Erwartungen für die Welt der Worte zu öffnen. Du wirst erstaunt sein, was dabei entstehen kann!